Wie Sie mit Orientierung Aufmerksamkeit schaffen

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Orientierung ist ein Grundbedürfnis

Der Mensch ist ein komplexes Lebewesen. Und doch sind sie in mancher Hinsicht ziemlich einfach. Wenn Sie ein paar Grundregeln beachten, können Sie Ihrem Publikum helfen, sich auf Ihre Präsentation zu konzentrieren. Ein eingängiger Ansatz ist Abraham Maslows Bedürfnispyramide. Maslow meinte, dass wir nur dann in der Lage sind, uns in etwas zu vertiefen, wenn wir der Meinung sind, dass alle unsere Grundbedürfnisse abgesichert sind.

Werde ich verhungern?

Um Ihnen ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken, brauchen Ihre Zuhörer Sicherheit. Dazu zählen auch banale Sicherheiten, wie das Wissen, dass sie während des Meetings weder verhungern noch verdursten oder dass sie wissen, wo die nächste Toilette ist. Außerdem brauchen Sie Orientierung darüber, was auf sie zukommt. Wie lange wird das Ganze dauern? Wer präsentiert? Wer sind all die anderen Leute?

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Das hört sich alles selbstverständlich an. Aber wenn nur eine dieser Fragen in den Köpfen Ihrer Zuhörer nicht vollständig geklärt ist, wird sich die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer eher darum kreisen und nicht um Ihren Vortrag. Sie als Redner müssen gegen Unklarheiten ankämpfen, die Ihnen gar nicht bewusst sind. Das kostet Energie.

Piktogramme

Schaffen Sie ein Gefühl der Sicherheit

Nehmen Sie sich vor Ihrer Präsentation Zeit, um alltägliche Dinge zu regeln, wie z. B. die Beschilderung des Sitzungssaals wenn Ihre Zuhörer mit dem Veranstaltungsort nicht vertraut sind. Achten Sie auf eine klare Wegbeschreibung und die Beschilderung von Toiletten und Garderoben.

Erzählen Sie zu Beginn etwas über den Ablauf, z. B. wie man sich mit Getränken versorgen kann, wann es etwas zu essen gibt, wie die Regeln dazu sind, also ob sich jeder selbst etwas holt oder serviert wird. Geben Sie die geplanten Pausenzeiten an. Klären Sie auch die Regeln für die Diskussion, den Umgang mit Fragen (während oder nach der Präsentation) etc.

Geben Sie die Tagesordnung und die Reihenfolge der Themen an – wenn Sie Zeiten angeben, sollten sies ich auch daran halten! Wenn Sie überziehen, führt das zu Unruhe.

Stellen Sie die Teilnehmer vor, wenn sie sich nicht untereinander kennen. Sind es sehr viele, dann geben sie auch hier Orientierung, zum Beispiel: „Es ist mir eine Freude, 50 IT-Spezialisten aus der Pharmaindustrie zu begrüßen, die …“. Wenn es eine Teilnehmerliste gibt, weisen sie darauf hin. Erwähnen Sie auch, wenn es nach der Präsentation ein Handout gibt oder die Präsentation zum Download bereitgestellt wird. Wenn nicht empfehlen Sie, die wichtigsten Punkte zu notieren.

Und wer sind Sie?

Bei aller Bescheidenheit, sollten Sie Ihren Zuhörern zumindest erklären, wer Sie sind und warum Sie die Kompetenz haben, vorne zu stehen und zu sprechen. Seien Sie sich über Ihre Rolle im Klaren und treten Sie auch so auf. Dann braucht niemand im Publikum zu fragen, ob er Ihnen glauben soll oder nicht. Fassen Sie sich dennoch kurz. Ihr Publikum braucht Orientierung, aber nicht Ihren ganzen Lebenslauf!

Kein Säbelzahntiger in Sicht

Orientierung ist ein Grundbedürfnis. Sie gibt uns die Sicherheit, die wir brauchen, um uns auf eine bestimmte Situation, ein Thema oder einen Redner zu konzentrieren. Niemand muss sich Sorgen machen, wenn der archaische Teil in uns sich sicher fühlt und weiß, dass kein Säbelzahntiger um die Ecke kommt.

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