Was zeichnet gute PowerPoint-Master aus?

In der Welt der Präsentationen hat sich in den letzten Jahren viel getan. Überfüllte Folien mit grauen Textboxen, die nichts mit dem restlichen Auftritt des Unternehmens zu tun haben, sehen wir immer seltener. Zum Glück. Das hat damit zu tun, dass Unternehmen mehr Wert auf die Vorlagen legen. Das Bewusstsein dafür steigt, dass auch PowerPoint das Erscheinungsbild des Unternehmens prägt.

Master

Wie erstellt man einen guten Master?

Folgende Kriterien sind dafür entscheidend:

Inhaltliche Anforderungen: Wie erstellt man den Master so, dass er den speziellen Informations- und Kommunikationsanforderungen gerecht wird?

Look & Feel der Marke: Wie schafft man es, dass der Master zum Corporate Design passt?

Usability: Wie gestaltet man den Master so, dass er einfach zu nutzen ist?

Technische Qualität: Sind alle Einstellungen sauber und sinnvoll hinterlegt?


 

Inhaltliche Anforderungen

Verschaffen Sie sich Klarheit über den grundlegenden Einsatz und über technische Fragen:

  • Wo nutzen Sie hauptsächlich Präsentationen? Live-Präsentationen, Remote-Vorträge, Verschicken der Präsentation per Mail, Ausdrucken.
  • Daraus ergibt sich die Formatfrage: Wird es neben 16:9 (welches 16:9?) auch andere Formate geben?
  • In welcher Sprache soll der Master angelegt werden?
  • Welche Arten von Präsentationen werden erstellt? In vielen Unternehmen sind Präsentationen das Mittel der Wahl für diverse Anlässe: interne Abstimmungsfolien, Schulungsunterlagen, Whitepaper, Referenzfolien, Angebote und nicht zuletzt Folien für die Unternehmensdarstellung.
    Die Auswahl der Layouts sollte sich an diesen Anlässen orientieren und für die wichtigsten Einsätze Gestaltungsmöglichkeiten bieten.

Vielleicht sind nach diesen Überlegungen mehrere Master zu unterschiedlichen Zwecken, unterschiedlichen Formaten oder auch in unterschiedlichen Sprachen für Ihr Unternehmen sinnvoll.

Formate

Look & Feel der Marke

In der Regel hat ein Unternehmen ein Corporate Design definiert, welches für werbliche Auftritte in Print und Web entwickelt wurde. PowerPoint-Anwendungen stehen bei der Erstellung des Corporate Designs meistens nicht im Vordergrund, trotzdem sollten die Kernelemente des Erscheinungsbildes sich auch in den Präsentationen wiederfinden. Die Vorgaben müssen allerdings auf die Anforderungen in PowerPoint angepasst werden. Manchmal muss man, um eine praktikable Lösung für die Anwender zu erzielen, Kompromisse eingehen.

Gibt es spezielle Hausschriften, sollte man Vor- und Nachteile im Vergleich zur Nutzung von Systemschriften abwägen. Die Farbwelt aus dem Corporate Design kann meistens gut in ein PowerPoint-Farbschema übersetzt werden – wenn man einige technische Besonderheiten beachtet. Auch spezielle Formen aus dem Corporate Design oder die Art, wie Bilder und Texte eingesetzt werden, lassen sich meistens gut auf den Master übertragen.

Marke

Usability

Da PowerPoint von vielen Mitarbeitern eines Unternehmens genutzt wird, braucht ein PowerPoint-Master die breite Akzeptanz der Anwender.

Grundsätzlich kann mit PowerPoint ähnlich exakt und kreativ gestaltet werden wie mit einem Grafik-Programm. Jedoch sollte man bei der Mastererstellung beachten, dass die meisten PowerPoint-Nutzer keinen grafischen Background haben und es daher sinnvoll ist, die Handhabung so einfach wie möglich zu machen. Wenn ein Master zu viele unterschiedliche Layouts anbietet, die man in der Übersicht kaum unterscheiden kann, werden manche Anwender wahrscheinlich immer das gleiche Layout nutzen und Folien duplizieren.


 

Technische Qualität

Um saubere, durchgängige Präsentationen zu erhalten, ist die exakte Ausrichtung der Platzhalter und weiterer Elemente auf den Layouts notwendig. Außerdem lassen sich in PowerPoint einige Einstellungen vornehmen, die das Arbeiten mit dem Master erleichtern: Textebenen mit Aufzählungszeichen, Fußzeilen, voreingestellte Formen und Tabellen sollten ästhetisch und passend zum CD definiert werden. Gerade wenn viele User mit dem Master arbeiten oder es ggf. mehrere Master geben wird, ist es sinnvoll, sich im Vorfeld Gedanken über die Einstellungen zu machen.

Idealerweise werden die verschiedenen Nutzergruppen im Unternehmen in den Entwicklungsprozess eingebunden. Strategy Compass empfiehlt dieses Vorgehen und hat damit in der Vergangenheit nur gute Erfahrung gesammelt.

Nutzergruppen

Wie man den Master erweitern kann

Der PowerPoint-Master ist zunächst einmal ein Gestaltungsrahmen, der Master selbst enthält keine Inhalte. Für viele Mitarbeiter ist dies zu abstrakt und undefiniert. Daher bieten sich die folgenden Möglichkeiten an:


 

Folientemplates oder -Folienvorlagen / Musterfolien / Chart-Pool / Folien-Deck

Es existieren viele Begriffe für Beispiel-Folien, die mit allgemeinen Inhalten versehen sind. Diese Vorlagen können von den Nutzern direkt übernommen werden oder müssen inhaltlich nur leicht angepasst werden. Typisch für solche Folienvorlagen sind neben reinen Textfolien auch Prozessfolien, Timelines, Zitate, Pro & Kontra-Folien, Agenden und Management Summaries. Aber auch betriebswirtschaftliche oder IT- Themen werden oft als Vorlagen angelegt. Gute Folienvorlagen werden auf das Corporate Design des Unternehmens abgestimmt und bilden dieses ebenso gut ab wie beispielsweise eine Broschüre.


 

Corporate Design-Überblick im PowerPoint-Styleguide

Um den Anwendern weitere gestalterische Orientierung zu geben, lohnt es sich, einen PowerPoint Styleguide zu entwickeln. Er liefert Umsetzungsideen und vermittelt anschaulich den Designanspruch des Unternehmens. Der Styleguide kann durch praktische Anwendungs-Tipps ergänzt werden.


 

Die Profi-Ausstattung

Tools wie QuickSlide binden Master, Musterfolien und Styleguide direkt in PowerPoint ein, ergänzt um unternehmenseigene Grafiken, Bildern und Icons. Viele kleine programminterne Helfer machen es einfach, Folien CD-konform zu erstellen oder Abweichungen davon zu korrigieren. Denn allein der Master macht noch keine professionellen Präsentationen. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

QuickSlide



 

 

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