Braucht meine Präsentation eine Agenda?

Ja. Und ja. Und nochmal ja.
Ein etwas vehementer Einstieg. Wir sind aber auch vehemente Verfechter mit einem klaren Standpunkt. Es gibt drei wesentliche Gründe für diese Vehemenz.

Ohne Orientierung keine Aufmerksamkeit 

Menschen sind so. Egal welche Menschen in welcher Situation. Sie benötigen Sicherheit und Orientierung und Information. Auf was lasse ich mich jetzt hier ein? Wie lange dauert das? Worum geht es? Wer steht da und warum darf er mir etwas sagen und warum kann ich demjenigen vertrauen? Kommt jetzt auch etwas, das überhaupt meine Zeit in Anspruch nehmen darf? Und ganz hinten im Hinterkopf oder tief im Bauch beschäftigt sich das Unbewusste mit Dingen wie z.B. wie das ist, wenn man auf Toilette muss, ob es etwas zu trinken gibt oder ob der Anschluss an das nächste Meeting gewahrt wird. Menschen müssen sich einlassen können. Bewusst und unbewusst. Und erst dann können sie Ihnen ihre volle Aufmerksamkeit schenken. 

Ohne Wertschätzung keine Aufmerksamkeit 

Vor Ihnen sitzen Menschen, die alle gut beschäftigt sind. Mit Aufgaben, Projekten, vielleicht Abgabeterminen oder dringend notwendigen Klärungen. Menschen, die Ihnen eine definierte Zeit schenken. Sie möchten von Anfang an das Gefühl haben, dass ihre Investition eine gute Rendite abwirft. Schenken Sie ihnen dieses Gefühl von Beginn an, dass Sie verstehen und sie und ihre Zeit wertschätzen. Geben Sie ihnen ein gutes Gefühl mit einer Einstimmung, die sie genau dort abholt, wo sie stehen. Ihr Überblick sollte so gestaltet sein, dass mit Bildern, Sprache, Terminologie oder Unternehmensjargon die Ziele benannt werden, die Ihr Publikum in Herz und Bauch abholen.  

Ohne Spannung keine Aufmerksamkeit. 

Eine Agenda dient dazu, gespannte Erwartungshaltung herzustellen. Das ist die Kür. Also reden wir hier nicht von Sachpunkten wie z.B.  

  1. Einführung
  2. Voraussetzungen
  3. Ist-Analyse 
  4. Lösung 
  5. Budget 
  6. Nächste Schritte 
     

Eine solche Agenda mag korrekt sein. Aber Sie bauen sich gleich zu Beginn Ihrer Präsentation Langeweile-Hürden auf, die nur schwer wieder zu überwinden sind. 

Das Kaninchen aus dem Hut zaubern. 

Hier kommen zwei Beispiele aus dem vertrieblichen Bereich als Impuls. 
 

Aus der Kundenpräsentation eines kommunalen Softwareanbieters: 

Was Sie heute erwartet: 15 Minuten spannender Einblick in effiziente Verwaltung. Alles, was Sie brauchen, um 

  • Ihre Verwaltung mit IT reibungslos im Fluss zu halten 
  • Ihre IT noch sicherer zu machen 
  • Prozesse zu optimieren 
  • Budgets im Griff zu behalten 
  • Mitarbeiter und Bürger zu begeistern 


 

Die B2B-Präsentation eines Beauty-Unternehmens: 

15 Minuten, die unter die Haut gehen… 

  • Wie Sie mit einer ausgewogenen Pflegewelt Ihre Kunden begeistern 
  • Warum Vertrauen in der Partnerwahl heute wichtig ist 
  • Was Forschung und Innovation für Ihren Erfolg bedeuten 
  • Wie Qualität Sie glaubwürdig macht 
  • Womit Sie Kunden gewinnen und binden 
  • Wie das Achtsamkeitsprinzip für Ihren Unterschied sorgt 


 

Basis jeder Agenda sind Ziel, Zielgruppe, logischer Aufbau und Struktur. Und dann denken Sie an Orientierung geben, Wertschätzung vermitteln, Einstimmung und spannende Aussichten bieten. Damit kann eigentlich nicht mehr viel schiefgehen. 

 

 

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