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Ausdrucksmittel in der verbalen Kommunikation

verbalen Kommunikation

Wenn Sie vor einem Fachpublikum sprechen, vermitteln Sie komplexe Sachverhalte. Durch das gesprochene Wort können Sie die Themen strukturieren und ganz besonders das Interesse Ihres Publikums wecken. Selbst das trockenste Thema kann durch eine lebendige Stimme, durch Klangfarbe, Stimmlage, Vortragstempo und durch gut platzierte Pausen spannend werden.

  • Artikulation
  • Stimmvolumen
  • Lautstärke
  • Sprechtempo
  • Pausen
  • Stimme und Emotion
 

Artikulation

Der Begriff Artikulation geht auf „articulatim" zurück, was „stückweise, gliedweise, klar und übersichtlich" bedeutet. Wenn der Sprecher einen Laut artikuliert, macht er mit seinen Sprechwerkzeugen (Lippen, Zunge, weicher Gaumen) Bewegungen und bildet dadurch bestimmte Positionen.


Die Vokale bringen die Sprache zum Klingen, sie geben ihr den „Sound". Die Konsonanten kommen in Verbindung zum Vokal zur Entfaltung. Sie explodieren (wie P, T, K), sie zischen und hauchen (wie S, SCH, F, H) und sie klingen stimmhaft (wie W, M, L). Auf lange Sicht sollte man seine individuellen sprachlichen Besonderheiten erkennen und ganz gezielt daran arbeiten.

 

Stimmvolumen

Die kraftvolle Stimme kommt idealerweise aus dem Bauch. Oft erzeugen ungeübte Redner ihre Lautstärke mit Hilfe von gepresster Luft, durch angespannte Stimmbänder. Die Stimme klingt dann unangenehm, und wer lange Zeit so spricht, wird allmählich heiser. Mit einer tragfähigen, gestützten Stimme ist es möglich, auch lange Zeit entspannt und laut zu sprechen und einen großen Raum ohne technische Hilfsmittel mit der Stimme auszufüllen.

 

Lautstärke

Die Lautstärke der Stimme des Sprechers kann die Wirkung seiner Rede unterstreichen. So bekommen die Kernaussagen und das Credo der Präsentation eine größere Aufmerksamkeit, wenn die Stimme an der entsprechenden Stelle kraftvoller wird. Durch gezielte Variation der Sprechlautstärke wird der Zuhörer aktiviert und durch die Wichtigkeit der Aussagen geführt.


Natürlich steht die angemessene Vortragslautstärke im direkten Zusammenhang mit der Raumgröße und -akustik. Machen Sie den Test vor Ort. Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie zu Beginn auch ihr Publikum fragen, ob jeder Sie gut verstehen kann. Im Wesentlichen ist eine Sprechlautstärke zu empfehlen, die etwas über der normalen Gesprächslautstärke liegt.

 

Sprechtempo

Ebenso wichtig wie der richtige Ton ist das richtige Tempo. Davon hängt maßgeblich die Verständlichkeit komplexer Sachverhalte ab. Das geeignete Tempo für eine Präsentation ist in der Regel etwas langsamer als im alltäglichen Dialog.


Sie können das Tempo vor und bei Kernaussagen bewusst verlangsamen, um die Aufmerksamkeit des Publikums gezielt zu steigern und die Merkfähigkeit zu unterstützen. Durch Tempowechsel können Sie aktivieren und Spannung erzeugen.


Das Lampenfieber in der Vortragssituation führt fast immer dazu, daß der Redner über einen großen Zeitraum hinweg zu schnell spricht. Legen Sie beim Proben ganz besonders die Konzentration auf ihr Sprechtempo, denn so verinnerlichen Sie allmählich die Vortragsgeschwindigkeit.

 

Pausen

Die unglaubliche Wirkung und Kraft einer Redepause wird häufig unterschätzt. Für den Zuhörer sind Pausen eine unbedingte Notwendigkeit, um Sinnabschnitte zu begreifen und in der Folge behalten zu können (Gliederungspause). Für den Redner ist die Pause der Zeitpunkt, um entspannt Atem zu holen. Mit einer Pause vor dem Wort können sie einen bedeutenden Begriff betonen.

 

Stimme und Emotion

Durch Ihre Persönlichkeit verleihen Sie dem Vortrag Würze und geben ihm Lebendigkeit. Ein Vortrag ist im Gegensatz zum geschriebenen Text sehr viel reicher: durch die Variabilität der Stimmfarbe und einem Spektrum an Sprechmelodien, Rhythmus, Dynamik und Emotion. So können Sie je nach Situation hoffnungsfroh, betroffen, ablehnend oder siegessicher klingen. Durch den Ausdruck von Emotionen werden Sie persönlich hinter den Fakten sichtbar und zeigen ihren Standpunkt. Wenn ein Redner von seiner Sache überzeugt ist, entfaltet seine emotionale Sprechhaltung oft rhetorische Durchschlagskraft.

Nonverbale Kommunikation