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Gut gefunden: Suchstrategien für Bilddatenbanken

Bilder sind sehr wirkungsvoll. Sie können wichtige Aussagen auf den Punkt bringen und emotional unterstützen – aber sie können auch ihr Ziel verfehlen, z.B. wenn sie unpassend oder generisch sind. Angesichts der Millionen von Bildern, die heute in Online-Archiven und firmeneigenen Datenbanken zur Verfügung stehen, ist es nicht trivial, das geeignete Motiv zu finden. Wir haben fünf Tipps für Sie zusammengestellt:

1. Richtig suchen

Testen Sie beim Suchen unterschiedliche Begriffe und Begriffskombinationen: Beginnen Sie mit dem zentralen Begriff, z.B. „Schiff“. Wenn Sie dabei nichts Passendes finden, erweitern Sie Ihre Suche mit Synonymen wie „Boot“. Manchmal kann auch eine Konkretisierung helfen, z.B. „Segelboot“ oder „Yacht“. Dadurch finden Sie oft ganz andere Bilder. Schließlich können Sie auch um die Ecke denken, z.B. indem Sie mit Begriffen wie „segeln“ oder „Kreuzfahrt“ suchen.

2. Ideen anderer nutzen – Google und Bing

Bei abstrakten Themen wie „Innovation“ oder „Teamwork“ fällt es häufig schwer, überhaupt auf eine Bildidee zu kommen. Aber glücklicherweise sind Sie nicht der erste mit dieser Fragestellung. Nutzen Sie die Kreativität anderer Menschen, indem Sie über die Google- oder Bing-Bildersuche schauen, was andere zu diesen Begriffen verwendet haben. Zu „Innovation“ finden Sie dann nicht nur naheliegende Bilder wie z.B. eine Glühbirne oder einen weiten Horizont, sondern auch ein Bild von Otto Lilienthal, dem Pionier der Luftfahrt. Damit erhalten Sie eine breitere Ausgangsbasis, von der aus Sie Ihre Suche gezielt fortsetzen können, z.B. in Bilddatenbanken. Dort sind Sie dann übrigens auch lizenzrechtlich auf der sicheren Seite.

3. Filtern für mehr Trefferqualität

Wenn Sie schon genauer wissen, was Sie wollen, ist es sinnvoll, Filterfunktionen zu nutzen, um die Suchergebnisse gezielt einzuengen. Wählen Sie dafür bestimmte Themenbereiche aus oder schränken Sie die Art der Bilder ein (Fotos, Illustrationen, Piktogramme, etc.). Viele Suchfunktionen ermöglichen auch den Ausschluss bestimmter Begriffe. So können Sie bei der Suche nach „Innovation“ z.B. das häufig verwendete Glühbirnen-Motiv direkt ausschließen.

4. Frei assoziieren

Das freie Assoziieren ist eine Art Brainstorming. Sie nehmen sich ein weißes Blatt Papier und schreiben in die Mitte den Begriff, für den Sie ein Bild suchen, z.B. „Präsentationstraining“. Dann schreiben Sie fünf Minuten lang alle verwandten Begriffe auf, die Ihnen in den Sinn kommen. Wichtig ist, dass Sie nicht bewerten oder Begriffe als unpassend abtun – jeder Begriff kann die Verknüpfung zu einem weiteren, passenden Begriff sein. Z.B. fällt Ihnen bei „Training“ „Sport“ ein. „Sport“ bringt Sie zu „Krafttraining“, und „Krafttraining“ wiederum zu „Hanteln“. Und vielleicht ist ja „Hanteln“ genau das passende Bild für das, was Sie ausdrücken möchten. Das freie Assoziieren klappt übrigens noch besser, wenn Sie nicht alleine Ideen sammeln, sondern zu zweit oder zu dritt arbeiten. So kann jeder die Ansätze des anderen aufgreifen und kreativ weiterspinnen.

Brainstorming Training

5. Feedback einholen

Wenn Sie nach intensiver Suche das perfekte Bild gefunden zu haben glauben, zeigen Sie es unbedingt mindestens drei Personen mit der Bitte um Feedback. Fragen Sie Ihre Testpersonen, was sie mit dem Bild verbinden und welche Gefühle es in ihnen weckt. Wenn Sie jetzt drei völlig unterschiedliche Antworten erhalten, sollten Sie die Bildwahl überdenken und Ihre Suche neu justieren. Manchmal reicht es auch, durch Bildbearbeitung gezielt die Betonung einzelner Bildaspekte zu verändern, um die Aussage zu schärfen.