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4:3 oder 16:9? Das richtige Seitenverhältnis in PowerPoint

Manchmal kommt es auf die Größe an

War es in guten alten Zeiten so, dass unsere Folien sich in einem Format von 4:3 präsentierten, so bringt der technische Fortschritt es mit sich, dass ein Format von 16:9 immer passender wird. PowerPoint hat das schon längst erkannt und bot uns bisher – neben allen möglichen anderen oder frei wählbaren Formaten - immer beide Formate an. Vor der Version von 2013 war 4:3 standardmäßig eingestellt. Ab der Version 2013 ist 16:9 als Standard voreingestellt. Nicht immer war früher alles besser und eigentlich müssen wir uns darüber freuen. Nicht nur, weil wir gestalterisch bessere Möglichkeiten haben. Auch Smartphones, Tablets und vor allem aktuelle externe Monitore werden mit 16:9 besser bedient, abgesehen davon, dass die meisten Beamer inzwischen ebenfalls auf 16:9 als Standardformat eingestellt sind.

Seitenverhältnisse

Ja und? Dann machen wir das eben jetzt in 16:9!

Dieser pragmatischen Äußerung könnte man erst einmal aus vollem Herzen zustimmen. Erst einmal. Denn plötzlich fällt einem der Alltag auf die Füße. Alltag bedeutet, dass man sich als Anwender plötzlich Gedanken dazu machen muss, ob oder wie die alten 4:3-Folien konvertiert werden auf das neue Breitbild. Oder, dass es plötzlich im Unternehmen Organisationsregeln geben muss, damit nicht jeder das Format nach seinem Geschmack wählt und ganz unterschiedliche Versionen kursieren, die dann bei gemeinschaftlichen Präsentationen oder auch beim Austausch von Folien und Inhalten zum Problem werden. Oder, dass man bei Vorträgen sich im Vorfeld darüber im Klaren sein sollte, für welches Format der Beamer am besten geeignet ist.

Sie sind nicht allein

Für eine ganze Menge dieser Herausforderungen gibt es schon eine ganze Menge schlaue Gedanken. Auf den ersten Blick unterstützt PowerPoint den Formatwechsel gut. Gehen Sie unter Entwurf auf Foliengröße und wählen Sie das Format aus. Die Folien werden angepasst. Sie können dabei wählen, wie die Software umrechnen soll: nämlich einmal, in dem sie maximiert und einmal indem sie skaliert. Nur, leider…die Sache hat einen bis mehrere Haken. Einer davon ist, dass  PowerPoint z.B. das Gestaltungsraster (Führungslinien, Platzhalter etc.) zwar auf das neue Format skaliert, aber das Ergebnis dieser Skalierung ist in der Regel nicht das, was man im entsprechenden andersformatigen Master angelegt hat. Es kommt also ein falsch umgewandelter „Master“ dabei heraus. Kombiniert man diese Folien mit Folien aus dem Originalmaster, so passt nichts mehr wirklich zusammen. Dazu kommt, dass Sie Grafiken oder ein Logo, die Sie im Folienmaster hinterlegt haben, manuell ändern müssen. Je nach Größe Ihres Unternehmens oder der Anzahl verwendeter Präsentationen oder Folien sollten Sie ggf. mit Ihrem Marketing darüber reden, eine Kohorte studentischer Hilfskräfte einzustellen.

Die Organisation nicht vergessen

Letztlich bleibt es eine Grundsatzentscheidung, was Sie tun möchten. In Anbetracht der Tatsache, dass das 4:3-Format auf der Liste der aussterbenden Arten ein wenig nach oben rückt, könnten Sie entscheiden, auf 16:9 umzustellen. Aber egal, was Sie wählen, ob nun 4:3 für interne und 16:9 für externe Präsentationen oder nur 4:3 oder nur 16:9 oder noch etwas anders (wir haben für Kunden auch schon Master in 16:10, A4, Letter und sogar A5 erstellt): Wenn Sie sich das Leben nicht unnötig schwer machen wollen, formulieren Sie klare Regeln. Denn wildes Mischen führt für alle Anwender zu enormer Zusatzarbeit.

Mit Stützrädern fahren

Tatsächlich gibt es die Möglichkeit, sich Konvertierungswerkzeuge programmieren zu lassen. Dienstleister wie Strategy Compass können Ihnen dabei helfen, das saubere Konvertieren vom einen in den anderen Master so weit wie möglich zu automatisieren. Manches lässt sich dabei mit Standardlösungen erledigen, aber wenn das Ergebnis gut sein soll, ist es immer eine sehr individuelle Aufgabe. So ist PowerPoint eben.

Fazit: Irgendwie kommt es also doch auf die Größe an, entgegen aller anderslautenden Meinungen. Wichtig ist nur, dass Sie sie vorausschauend planen und klare Regeln setzen.