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Aus einem Guss: Präsentationsgestaltung gemäss Corporate Design

Ist es Ihnen auch schon so ergangen? Sie sitzen in einem Meeting, die vorgetragene Präsentation ist inhaltlich zwar gut, aber richtig überzeugend ist sie nicht.  
Häufig hat das einen ganz trivialen Grund: Die einzelnen Teile der Präsentationen passen nicht zueinander, jede Folie sieht anders aus, und manchen Folien sieht man direkt an, dass sie aus anderen Präsentationen recycelt wurden. Kurz: Die Präsentation ist nicht aus einem Guss.


Doch ist es nicht oberflächlich, von der Form auf die Qualität des Inhalts zu schließen? Wie auch immer Ihre Antwort ausfällt, fest steht: Genau das tun wir, und zwar seit vielen Tausend Jahren. Das menschliche Gehirn nutzt intuitiv Form und Verpackung, um sich im Informationsdschungel einfacher zurechtzufinden. Stellen Sie sich vor, Sie finden im Supermarkt ein einwandfreies Produkt, das in einer zerschlissenen Verpackung im Regal steht. Würden Sie es kaufen?


Genauso ist es mit Präsentationen. Eine Präsentation aus einem Guss wirkt professionell und unterstützt Ihre Glaubwürdigkeit. Um das zu erreichen, sind folgende vier Punkte wichtig:

1. Anordnung der Elemente

Sorgen Sie dafür, dass sich jede Folie am selben Raster orientiert. Das heißt: Titel und Inhalt sitzen immer an der gleichen Stelle, ebenso Fußzeilen, Quellenangaben und Vermerke wie „vertraulich“ oder „Backup“. Sonst sieht es bei Folienübergängen für den Betrachter so aus, als würden die Elemente springen. Praktisch ist das übrigens ganz einfach. Die konsequente Nutzung von Layouts mit definierten Platzhaltern kann hier Wunder bewirken.

Folienlayout

2. Schrift und Farbe

Achten Sie darauf, dass Sie immer die Unternehmensschrift nutzen und dabei nicht zu viele Varianten (fett, kursiv, unterstrichen) verwenden. Hervorhebungen sind  erlaubt, soweit sie zum Corporate Design passen.

Designfarben


Gleiches gilt für den Einsatz von Farben: Halten Sie sich strikt an das Corporate Design und nutzen Sie vorzugsweise die Designfarben in der obersten Reihe, egal, ob Sie Formen, Rahmenlinien, Grafiken oder Text einfärben. Die farbliche Komposition hat eine besonders starke Wirkung auf den Betrachter. Farbgestaltung aus einem Guss stärkt nicht nur den professionellen Eindruck, sondern auch den Wiedererkennungswert.

3. Bildwelt

Bilder können sehr wirkungsvoll Ihre Aussagen transportieren, müssen aber auch die Identität Ihres Unternehmens wiederspiegeln. Im Corporate Design Manual bzw. Ihren Brand Guidelines wird erläutert, wie Sie mit Bildern arbeiten sollen. Dazu gehört, welche Art von Motiven zu verwenden ist (z.B. nur klare, reduzierte Motive, oder immer lebendige, farbenfrohe Motive) und wie diese Motive einzusetzen sind (z.B. die Perspektive oder der Anschnitt).


Vielleicht gibt es in Ihrem Unternehmen eine zentrale Bilddatenbank, aus der Sie sich bedienen können. Andernfalls finden Sie Bilder u.a. bei den gängigen Bildarchiven im Internet. Achten Sie hier jedoch darauf, dass Sie die entsprechenden Lizenzrechte erwerben und die oben beschriebenen Vorgaben berücksichtigen.

4. Folienübergänge und Animationen

Die Zeiten dramatischer Folienübergänge und rotierend einfliegender Objekte sind vorbei. Für die Gesamtwirkung sind konsistente, dezente Folienübergänge wichtig, die nicht vom Inhalt ablenken. Animationen bieten sich vor allem dann an, wenn Sie komplexe Sachverhalte oder Zusammenhänge schrittweise aufbauen möchten, um sie verständlich zu erklären.


Übrigens: Es gibt ein Tool, das Ihnen hilft, automatisch konsistente Präsentationen im Corporate Design zu erstellen: QuickSlide für PowerPoint.