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Gut proben - besser präsentieren

Auftritt proben

Die Vorarbeit am Schreibtisch und die konzeptionellen Überlegungen sind geleistet. Der Regieplan als wichtiger Schritt zwischen inhaltlicher Ausarbeitung und Erprobung ist erstellt. Die gute Planung überprüfen wir nun in der Praxis. Dabei lernen wir vor allem die Dynamik des Auftritts kennen: Wie spreche ich den Text? Wie höre ich mich an? Habe ich genug innere Ruhe für Blickkontakte?

Proben schaffen grundlegend Sicherheit für den Auftritt. Sie dienen dazu, Text und Ablauf zu verinnerlichen, sein „Instrument" zu stimmen (Körper- und Stimmtraining) und die Redner-Rollen tatsächlich zu erproben. Erst in der Praxis zeigen sich viele Schwachstellen und Unstimmigkeiten, die bereits im Vorfeld durch verschiedene Proben aufgefangen werden können.

Leseprobe

  • den Vortrag insgesamt laut lesen
  • Textstellen verändern, die sich unklar anhören
  • Betonungen beachten und Pausen setzen

Auftrittproben

  • soweit wie möglich frei oder mit Stichwortzettel sprechen
  • den Regieplan praktisch ausarbeiten: Sprecherhaltungen ausprobieren, ausfeilen und sich zu eigen machen, Handlungsmotivationen überprüfen und den passenden Ausdruck finden

Endproben

  • den Vortrag komplett durchlaufen lassen
  • Technikeinsätze festlegen und ausprobieren

Generalprobe

  • im letzten Durchlauf den Ernstfall proben
  • alles so ablaufen lassen, als wäre das Publikum anwesend
  • die Zeit des Vortrags stoppen, um ein Zeitgefühl zu entwickeln

Am Vorabend der Präsentation sollte die Produktions- und Probenphase spätestens beendet werden. Die letzten Stunden vor der Präsentation gehören dem Redner und seinem Auftritt. Konzentrieren Sie sich ganz auf diesen besonderen Augenblick:

  • Was erfrischt und entspannt meinen Körper?
  • Was beruhigt und klärt meinen Geist?
  • Was stimmt mich positiv ein?